Ambulante Operationen

Ambulantes OP-Zentrum an der Main-Klinik

In den vergangenen Jahren veränderten sich die Rahmenbedingungen für die Kliniken in Deutschland erheblich: Zum einen wurde mit den sog. DRG ein neues diagnosebezogenes Fallgruppen-Entgeltsystem eingeführt, zum anderen konkretisieren §§ 39, 115b SGB V den Vorrang ambulanter Behandlungen vor der stationären Krankenhausbehandlung. Danach dürfen zahlreiche Eingriffe nur noch im begründeten Ausnahmefall stationär vorgenommen werden. Die Krankenkassen legen ihrer strengen Abrechnungsprüfung einen Katalog ambulanter Operationen und stationsersetzender Eingriffe zugrunde.

Die Main-Klinik hat sich frühzeitig auf diese Entwicklung eingestellt und damit verhindert, dass dem Krankenhaus Patienten verloren gingen. Die Hauptabteilung Chirurgie hat bereits vor vielen Jahren mit ambulanten Operationen begonnen. Jeder Belegarzt der Main-Klinik hat neben seinem Belegarzt-Vertrag einen „Vertrag über die Durchführung von ambulanten Behandlungen“. Bis auf wenige Ausnahmen wird dieser Vertrag von allen Belegärzten auch genutzt.

Seit 2005 haben die belegärztliche und ambulante Behandlung erheblich an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile stehen insgesamt 21 Belegärzte unterschiedlicher Fachrichtung (zwei Augenärzte, fünf Chirurgen, drei Gynäkologen, ein Hals-Nasen-Ohrenarzt, zwei Neurochirurgen, zwei Orthopäden und sechs Urologen) unter Vertrag.

Dementsprechend haben sich – begleitet durch eine Steigerung der Patientenzahlen in der Inneren Medizin - die Patientenzahlen in der Main-Klinik entwickelt.

Wurden vor drei Jahren 4.990 Patienten stationär behandelt, so waren es im Jahr 2006 5.551 und vergangenes Jahr über 5.884 Patienten.

Da die Verweildauer von 7,64 Tagen (Durchschnitt 2004) auf 6,49 Tage (Durchschnitt 2007) sank, gab es trotz reduzierter Bettenanzahl (130 Betten) kaum Belegungsprobleme.
Parallel zeigt sich die Entwicklung der Zahl ambulanter Operationen: Jährlich werden über 1.400 ambulante Operationen durchgeführt, Tendenz steigend.

Auf diese steigende Anzahl ambulanter Operationen sind die deutschen Krankenhäuser in der Regel baulich nicht ausgerichtet. Auch in der Main-Klinik wurden bisher ambulante Patienten wie stationäre Patienten behandelt. Der klinische Alltag ermöglicht trotz vielfältiger Anstrengung keine kostensparende Differenzierung, solange die gleiche Infrastruktur auf der bettenführenden Station benutzt wird bzw. benutzt werden muss.

Viele Kliniken ergänzen daher ihr Haus um neue Räumlichkeiten oder Gebäude, um den Behandlungsablauf den niedergelassener Ärzte anzupassen. Zur Optimierung der Behandlungsabläufe bedarf es an der Main-Klinik kein kostenaufwändiges eigenständiges ambulantes OP-Zentrum, da ausreichend OP-Kapazitäten vorhanden sind. Geschaffen worden sind lediglich Empfangs-, Vorbereitungs- und Ruheräume. Der Patient wird nicht mehr im stationären Bereich versorgt, sondern kommt vom zentralen Treppenhaus im ersten Stock unmittelbar in den neuen ambulanten Vorbereich zum OP. Dieser befindet sich über der Eingangshalle und dem Labor.

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Bild: Zeigt Dr. Manfred Knof
Dr. Manfred Knof
Chefarzt Anästhesie – Intensivmedizin

Bei Fragen zu Narkoseverfahren und Intensivbehandlung:

Telefon: 0 93 31/9 08-1131




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