Hygiene


Krankenhaushygiene in der Main-Klinik

Heute ist es wichtiger denn je, im Krankenhaus eine adäquate Hygiene in der medizinischen und pflegerischen Versorgung zu gewährleisten. Deshalb ist eine effiziente und umsetzbare Infektionsprävention in der ambulanten und stationären Patientenversorgung eine elementare Aufgabe und ein zentraler Bestandteil des Qualitätsmanagements in der Main-Klinik. Ziel ist es die Anzahl der Infektionen so gering wie möglich zu halten, um ein Maximum an Patientensicherheit zu gewährleisten.

Grundlagen für die Arbeit der Krankenhaushygiene sind das Infektionsschutzgesetz (IfSG), die Verordnung zur Hygiene und Infektionsprävention medizinischer Einrichtungen Bayerns (MedHygV) und die Richtlinien des Robert Koch Instituts (RKI)

Für ein adäquates Hygienemanagement stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein: ein Facharzt mit der curricularen Fortbildung „Krankenhaushygiene“(in Ausbildung) und der ärztliche Direktor ebenso wie die hygienebeauftragten Ärzte, die Hygienefachkraft und die hygienebeauftragten Mitarbeiter/innen der Funktionsabteilungen und Stationen. Sie alle sorgen dafür, dass die Hygienemaßnahmen beachtet, gestaltet, umgesetzt und überwacht werden. Das dient der Sicherheit und dem Wohlergehen unserer Patienten.

Darüber hinaus wird die Main-Klinik durch den externen Krankenhaushygieniker PD Dr. Andreas Schwarzkopf, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, beratend betreut.
 

Schwerpunkte der Krankenhaushygiene

Hygiene-Audits
Regelmäßige interne Audits zur Hygienequalität der Stationen und der Funktionsbereiche, dienen der ständigen Verbesserung der Hygiene sowie der Risikominimierung in allen relevanten Bereichen des Krankenhauses.

Screening
Patienten mit einem deutlich erhöhten Risiko für Problemkeime, wie MRSA oder nach einem Auslandsaufenthalt, werden bereits in der zentralen Patientenaufnahme routinemäßig nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts untersucht (z.B. durch Abstriche von Nase, Rachen, Wunde, Stuhl und Urin), um das Risiko der Verbreitung von mitgebrachten Keimen zu minimieren.

Hygienekommission
In der Hygienekommission werden hygienerelevante Themen und Beschlüsse besprochen, Maßnahmen und Standards festgelegt, die für jeden Mitarbeiter der Main-Klinik Gültigkeit besitzen. Darüber hinaus analysiert die Hygienekommission die hygienischen Verhältnisse und Krankenhausinfektionen und legt die erforderlichen Verhütungs- und Bekämpfungsmaßnahmen unter Einbeziehung therapeutischer Maßnahmen fest. Sie regelt die Kontrolle der Hygiene in den Ver- und Entsorgungsbereichen.

Innovatives Reinigungssystem
Durch ein effektives Flächenreinigungs- und Desinfektionsprogramm in allen Bereiche der Main-Klinik, einschließlich der Patientenzimmer und Nasszellen wird das Risiko der Keimübertragung systematisch gesenkt.

Kontrollierter Antibiotikaeinsatz
Die Hauptursache für die Entstehung multiresistenter Keime ist der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin. Um der Resistenzbildung durch unkontrollierten Antibiotikaeinsatz entgegenzuwirken findet in der Main-Klinik ein sinnvoller und restriktiver Einsatz von Antibiotika statt.

Händedesinfektion
Für den Infektionsschutz von Patienten ist die Händedesinfektion von zentraler Bedeutung, denn bereits 30 Sekunden reichen aus, um Infektionsketten zu unterbrechen und sich und andere vor Infektionen zu schützen. Deshalb werden alle Klinikmitarbeiter systematisch in der Händehygiene geschult.
 

Wesentliche Aufgaben der Hygienefachkraft (Fachkraft für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention)

  • Ansprechpartner für das medizinische Personal in allen Fragen der Krankenhaushygiene
  • Umsetzung der Hygienerichtlinien auf den Stationen und Abteilungen
  • Festlegung des Hygienemanagements bei infektiösen Patienten und Trägern multiresistenter Erreger nach hygienischen Gesichtspunkten
  • Erstellung, Fortschreibung und Überwachung der Einhaltung von Hygiene- und Desinfektionsplänen
  • Regelmäßige Hygienebegehungen in Verbindung mit der mikrobiologischen Überwachung von Geräten, Medien und technischen Prozessen (z.B. Wasser, Endoskope, Reinigungs-/Desinfektionsgeräte, Sterilisatoren, RLT-Anlagen) sowie krankenhaushygienischer Umgebungsuntersuchungen
  • Organisation und Durchführung innerbetrieblicher Hygieneschulungen
  • Vorbereitung und Teilnahme an Sitzungen der Hygienekommission
  • Enge Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen bei der Überwachung der Krankenhaushygiene
  • Erfassung von Krankenhausinfektionen und Teilnahme an der systematischen Überwachung des Nationalen Referenzzentrums des Robert Koch-Instituts (KISS)
  • Kontrolle der Reinigungsprozesse und der sachgerechten Aufbereitung von Medizinprodukten
  • Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt als Aufsichtsbehörde
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