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Allgemein- und Viszeralchirurgie
Über Uns

Allgemein- & Viszeralchirurgie

Die Allgemein- und Viszeralchirurgie umfasst neben der chirurgischen Wundversorgung und der Therapie von Leisten- und Bauchwandbrüchen die Behandlung aller Bauchraumorgane sowie Operationen an der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen.

In unserer Abteilung werden ca. 2.400 Operationen im Jahr durchgeführt. Wir behandeln alle gängigen Erkrankungen der inneren Organe des Bauchraumes, der Bauchdecke und der Schilddrüse (Viszeralchirurgie). Einen Schwerpunkt stellt die Darmchirurgie einschließlich der Proktologie (Enddarmerkrankungen) dar.

Kinder werden bei uns ab dem 4. Lebensjahr behandelt. Hierfür stehen z. B. zu einer Bauchraumspiegelung oder Blinddarmentfernung spezielle kleine laparoskopische Instrumente zur Verfügung.

Bei einer notwendigen Operation wird diese durch ein erfahrenes Team nach etablierten Methoden und mit modernen Materialien leitliniengerecht, d. h. unter Berücksichtigung der Empfehlungen unserer Fachgesellschaften, durchgeführt. Wann immer dies möglich und für den Patienten von Vorteil ist, erfolgen die Eingriffe minimalinvasiv über die sogenannte „Schlüssellochtechnik“.

Das Ziel unseres Teams aus Ärzten und Pflegepersonal, Mitarbeitern der krankengymnastischen Abteilung und der Überleitungspflege ist es, dass Sie nach einer notwendigen Operation zügig in Ihr privates Umfeld zurückkehren. Nach einer ausreichenden Erholungsphase sollen Sie sich wieder Ihrem beruflichen und privaten Alltag widmen und eine größtmögliche Lebensqualität genießen können.

Je nach Krankheitsbild kommen konservative oder operative Behandlungsstrategien in Frage, die dann sowohl unter ambulanten sowie stationären Bedingungen durchgeführt werden. Ob eine operative Therapie notwendig ist und diese ambulant oder stationär erfolgen soll, besprechen wir gerne persönlich mit Ihnen.

Es erfolgt in vielen Bereichen eine externe oder interne Qualitätskontrolle unserer Eingriffe. So sind wir Mitglied der Deutschen Herniengesellschaft (Fachgesellschaft für Bruchoperationen) und haben das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ erhalten. Außerdem erfolgt eine strenge Überwachung von Infektionen auf der Intensivstation mit Hilfe eines bundesweiten Überwachungssystems (KISS).

Alle Patienten mit Krebserkrankungen werden vor und nach einer Operation in einer von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Tumorkonferenz mit Ärzten vieler Fachrichtungen besprochen, um so die optimal individuell abgestimmte Therapie anzuwenden. Außerdem werden alle Dickdarm- und Enddarmoperationen in einer internen Qualitätskontrolle überprüft.

Chirurgische Komplikationen (Infektionen, Nahtbruch etc.) werden regelmäßig in einer Konferenz besprochen, um so Risikofaktoren zu erkennen und auszuschalten.

Melanie Krämer und Christine Ley
Chefarztsekretariat Chirurgie

Am Greinberg 25
97199 Ochsenfurt

Tel.: 09331 908-4001
Fax: 09331 908-4099
E-Mail: chirurgie@main-klinik.de

Chefarzt-Sprechstunde
Dr. Alexander Wierlemann
Mittwoch 09:00 – 12:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung über das Chefarztsekretariat

Notfallversorgung
Jederzeit über unsere Notfallambulanz
Tel.: 09331 908-4000
Fax: 09331 908-4099

Unser Team
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. med. Alexander Wierlemann

Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie

Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie

Wolfgang Bredenbröcker

Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie

Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie

Stefan Kehrt

Facharzt für Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie

Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. med. Ayham Said

Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Proktologie

Leitung Station 2

Nicole Andreß

Wundexpertin, Hygienebeauftragte

Chefarztsekretariat Chirurgie

Melanie Krämer

Chefarztsekretariat Chirurgie

Christine Ley

Leistungsspektrum

Schilddrüse / Nebenschilddrüse

Schilddrüse / Nebenschilddrüse

Operationen an der Schilddrüse können erforderlich werden bei deutlicher Vergrößerung der Schilddrüse, welche häufig durch einen Jodmangel ausgelöst wird. Durch eine vergrößerte Schilddrüse können Schluck- oder Atemstörungen auftreten.

Ein weiterer Grund, die Schilddrüse zu entfernen, sind bösartige Schilddrüsentumore oder Schilddrüsenknoten, bei denen eine solche Entartung nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Eine genaue Abklärung von Schilddrüsenveränderungen wird in der Regel durch Fachärzte für Nuklearmedizin durchgeführt. Basierend auf diesen Untersuchungsergebnissen wird dann entschieden, ob eine Operation notwendig ist oder ob eine konservative Therapie möglich erscheint.

Die Nebenschilddrüsen sind vier kleine Organe, die an der Rückseite der Schilddrüse gelegen sind und im Körper die Aufnahme und Speicherung von Kalzium regulieren. Wie alle stoffwechselaktiven Organe sind diese Drüsen in einen hormonellen Regelkreis eingebunden, der die Produktion des jeweiligen Hormons antreibt oder bremst.

Eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen kann die unterschiedlichsten Symptome verursachen. Knochenschmerzen und das vermehrte Auftreten von Nierensteinen sind nur einige davon. In Abhängigkeit von der Anzahl und der Lokalisation der veränderten Nebenschilddrüsen werden diese operativ entfernt.

Magen und Zwölffingerdarm

Magen und Zwölffingerdarm

Bei bösartigen Magentumoren stellt eine Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit mit Chance auf vollständige Heilung dar. Je nachdem, wie fortgeschritten sich der Tumor in der Ausbreitungsdiagnostik zeigt, ist eventuell eine Vor- und Nachbehandlung mittels Chemotherapie notwendig. Zur Festlegung des Behandlungsablaufs werden alle Patienten in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen.

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Chronisches Sodbrennen und Zwerchfellbrüche

Chronisches Sodbrennen und Zwerchfellbrüche

Sodbrennen oder gastroösophagealer Reflux wird durch das Zurückfließen von Magensäure oder Gallenflüssigkeit in die Speiseröhre ausgelöst. Nicht in jedem Fall ist dies behandlungsbedürftig, bis zu einem gewissen Ausmaß ist dies sogar eine normale Reaktion des Körpers.

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Dünndarm

Dünndarm

Notfallmäßig können Operationen am Dünndarm notwendig werden bei Einklemmungen des Darms in Leisten- oder Bauchwandbrüchen sowie bei Durchblutungsstörungen aufgrund von Gefäßverschlüssen. Auch Fistelbildungen oder Vereiterungen im Rahmen von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie dem Morbus Crohn können eine Notfalloperation erforderlich machen.


Bösartige Erkrankungen und Aussackungen des Dünndarms sind seltene Erkrankungen, die ebenfalls eine Entfernung eines Teils des Dünndarms erforderlich machen können.

Blinddarm

Blinddarm

Wenn möglich, wenden wir bei einer akuten Blinddarmentzündung (Appendizitis) die minimalinvasive Schlüssellochtechnik an. So sind selbst nach einer Notfall-Operation eine schnelle Erholung und Entlassung aus unserer stationären Behandlung möglich.

Dickdarm und Mastdarm

Dickdarm und Mastdarm

Operationen des Dickdarms können sowohl durch bösartige als auch gutartige Tumoren erforderlich werden. Ein Beispiel für eine gutartige Veränderung sind Dickdarmdivertikel. Als Divertikel werden Aussackungen in der Schleimhaut der Darmwand bezeichnet. Wenn es zu einer Entzündung dieser Divertikel kommt, spricht man von der Divertikelkrankheit oder auch Divertikulitis.

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Tumorerkrankungen im Darm

Tumorerkrankungen im Darm

Bösartige Tumore im Dickdarm und Mastdarm kommen so häufig vor, dass regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen wie z.B. eine Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr zu empfehlen sind.

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Gallenblase und Gallenwege

Gallenblase und Gallenwege

Bei akuten oder chronischen Entzündungen und dem Entstehen von Gallenblasenkoliken ist es in der Regel notwendig, die Gallenblase chirurgisch zu entfernen. In den meisten Fällen ist dies minimalinvasiv mittels einer Bauchspiegelung möglich. Ein großer Schnitt unter dem rechten Rippenbogen ist nur sehr selten und bei weit fortgeschrittenen Entzündungen der Gallenblase erforderlich.

Nach operativer Entfernung der Gallenblase müssen Sie keine spezielle Diät einhalten, da die Leber genug Gallenflüssigkeit für die Verdauung einer normalen, ausgewogenen Ernährung produziert.

Bauchwand

Bauchwand

In der Bauchchirurgie wird ein Bruch als eine Schwächung der Bauchdecke bezeichnet. Durch diese drückt das Bauchfell nach außen und führt zu einer Vorwölbung. Dies kann an unterschiedlichen Körperstellen auftreten wie zum Beispiel am Nabel oder an der Leiste. Medizinisch werden solche Brüche als Hernien bezeichnet.

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Erkrankungen des Enddarms

Erkrankungen des Enddarms

Wir bieten das gesamte Spektrum der Proktologie an, beginnend mit einer schonenden und diskreten Untersuchung auf einem speziellen Untersuchungsstuhl über die konservativen und interventionellen Behandlungsmethoden bis hin zu ambulanten oder stationären Operationen.

Bei Veränderungen der Stuhlgewohnheit oder Beschwerden wie Nässen, Jucken, Brennen, aber auch Schmerzen oder dem Verfall von Darmanteilen ist eine proktologische Untersuchung und Behandlung sinnvoll.

Gefäßchirurgie

Gefäßchirurgie

Die Gefäßchirurgie fokussiert sich insbesondere auf das Themenfeld der Blutgefäße. Eine Untersuchung kann hier den genauen Zustand des Gefäßes eruieren und ein operativer Angriff die beschädigten oder erkrankten Stellen reparieren.

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Weichteile und Wunden

Weichteile und Wunden

Abszesse

Abszesse mit Rötung und Eiterinhalt können überall am Körper vorkommen und sollten möglichst operativ entfernt werden. Bei größeren Abszesshöhlen wenden wir vorübergehend eine Vakuumsog-Therapie an.

Sinus Pilonidalis

Bei dieser auch als Steißbeinfistel bezeichneten Erkrankung kommt es zu einer Entzündung der Haarnestgrübchen am Steißbein und in der Folge zur Ausbildung einer Entzündung, oft auch mit Eiterbildung. In der Regel wird im Anschluss eine offene Wundbehandlung durchgeführt, bei der die Wunde aus der Tiefe langsam vollständig abheilt. Im infektfreien Intervall kann ggf. auch eine plastische Deckung des Defektes mit einer Schwenklappenplastik erfolgen.

Lipome/Fibrome

Sämtliche Hautveränderungen, seien es Lipome, also gutartige Fettgewebsschwulste unter der Haut oder Fibrome (Hautanhängsel) werden in der Regel ambulant in unserem OP-Zentrum entfernt. Ob dies in kurzer Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung stattfindet, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen in Abhängigkeit der Größe und Lage der Hautveränderung.

Betreuung bei Krebserkrankungen

Betreuung bei Krebserkrankungen

Im Fall der Fälle

Sollte bei Ihnen eine der vorab geschilderten bösartigen Erkrankungen festgestellt werden, lassen wir Sie selbstverständlich nicht allein! Von der Diagnostik bis zur ausführlichen Beratung über alle Behandlungsoptionen bis hin zur Operation und Planung der Anschlussheilbehandlung sowie Wiedereingliederung ins Berufsleben erhalten Sie von uns eine menschliche und leitliniengerechte Betreuung. Selbstverständlich sind wir auch bei Nachsorge-Untersuchungen für Sie da. Alle Operationen und Nachbehandlungen bei Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes können in der Main-Klinik durchgeführt werden. Wir arbeiten dabei mit etablierten Verfahren und mit modernsten Techniken nach den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften.

Dabei kooperieren wir eng mit der Universitätsklinik Würzburg: Alle Patienten mit Krebserkrankungen werden in einer interdisziplinären Tumorkonferenz des Comprehensive Cancer Center der Universitätsklinik - Würzburg vorgestellt. Die Therapie wird dort gemäß dem aktuellen Wissensstand diskutiert und individuell geplant.